Tarifvertrag ig bce mehrarbeit

BAVC und IG BCE vereinbarten ferner, die Beschäftigung im Chemiesektor zu sichern, und verabschiedeten einen Maßnahmenkatalog, der vor Entlassungen von Unternehmen zu prüfen ist. Solche Maßnahmen können Kurzarbeit (DE0909029I, DE0904039I) oder die Berufung auf tarifliche Öffnungsklauseln (DE0606019I) umfassen. Der Arbeitgeber hat konkrete Gründe anzugeben, wenn diese Instrumente nicht berücksichtigt werden, und dem Betriebsrat die Situation zu erläutern. Darüber hinaus werden die Sozialpartner regionale Netzwerke einrichten, um beispielsweise Mitarbeiter von angeschlagenen Unternehmen mit anderen Unternehmen zu beauftragen. Die kürzlich geschlossene Vereinbarung ermöglicht die uneingeschränkte Entsendung von Leiharbeitnehmern in jedem Unternehmen für 18 Monate. Nach Ablauf dieser Frist muss das Unternehmen prüfen, ob der betreffende Leiharbeitnehmer einen direkten unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten kann. Auch der Lehrlingstarifvertrag wurde bis 2013 verlängert. Die Arbeitgeber im Chemiesektor haben sich verpflichtet, zwischen 2011 und 2013 jährlich 9.000 neue Ausbildungsplätze für Auszubildende zu schaffen. Die Sozialpartner haben auch ein neues Programm mit dem Namen “1.000 für 1.000” ins Leben gerufen. Die Unternehmen der Branche sollen eine einmalige Zahlung von 25 Mio.

EUR in einen neuen Fonds leisten, um Unternehmen zu unterstützen, die weiterhin Lehrlinge beschäftigen, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, aber wegen der Wirtschaftskrise keine festanstandigen Arbeitsplätze erhalten haben. Diese Unternehmen erhalten für maximal ein Jahr 1.000 € monatlich aus dem Fonds, wodurch ihre Personalkosten für den betreffenden Mitarbeiter um etwa ein Drittel gesenkt werden. Die Sozialpartner hoffen daher, dass rund 1.000 Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung bei ihren Betrieben bleiben können. Diese Maßnahme ist auf die Dauer der aktuellen Krise beschränkt. Der Fonds wird gemeinsam von BAVC, IG BCE und dem Förderverein der Chemischen Industrie (UCI) verwaltet. Darüber hinaus soll die Weiterbildung die Menschen in Deutschlands drittgrößter Industrienachsorge nach dem Automobil- und Maschinenbau fit für die Digitalisierung machen. Im Februar 2012 schlossen sich die Leiharbeitsarbeitgeber zur Tarifgemeinschaft Leiharbeit (VGZ) zusammen. Das VGZ setzt sich zusammen aus dem Bundesverband der Arbeitgeberverbände für Personaldienstleistungsunternehmen und private Arbeitsagenturen (BAP) und dem Verband Deutscher Zeitarbeitsfirmen (iGZ). Der Verlust von Arbeitsplätzen wird rund 10 Prozent der Belegschaft des Unternehmens betreffen, was eine “erhebliche Zahl” in Deutschland mit rund 31.000 Mitarbeitern betrifft. In der Pilotvereinbarung in der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg wurde in vier Hauptbereichen eine Einigung erzielt.