Türkei erdöl Vertrag

Es gibt einige wichtige Einschränkungen in Bezug auf den Import von Pipeline-Gas in die Türkei. Tatsächlich verbietet das Erdgasgesetz anderen Unternehmen als BOTA, Pipelinegas aus den Ländern zu importieren, mit denen BOTA einen bestehenden Liefervertrag hat. Neue Importverträge aus diesen Ländern werden erst möglich, wenn die laufenden BOTA-Verträge auslaufen. Es muss ein Standard-Transportvertrag mit BOTA a abgeschlossen werden. 3.2 Wie werden die Mineralrechte des Staates zur Entwicklung von Öl- und Erdgasreserven an Investoren oder Unternehmen (“Teilnehmer”) übertragen (z. B. Lizenz, Konzession, Dienstleistungsvertrag, vertragliche Rechte aus dem Produktionsteilungsvertrag?) und wie ist der rechtliche Status dieser Rechte oder Interessen nach innerstaatlichem Recht? Der Erdgas-Großhandelsmarkt wurde im September 2018 in Betrieb genommen und hat ein erfolgreiches erstes Betriebsjahr abgeschlossen. 33 Marktteilnehmer waren am Börsenmarkt mit einem Gesamthandelsvolumen von 1,4 bcm aktiv. Es wird nun erwartet, dass der Börsenmarkt in Zukunft auf Terminkontrakte (mit einer physischen Lieferung von höchstens einer Woche) ausgeweitet wird. Die Türkei nähert sich der Laufzeit bestimmter langfristiger Gasimportverträge im Jahr 2021. Es wird erwartet, dass dies mit einer weiteren Marktliberalisierung in dem Sinne zusammenfallen könnte, dass private Importeure die BOTA-Mengen durch bilaterale Vereinbarungen mit Ausführern ersetzen können. Nach der Prognose der Regulierungsbehörde könnte dies den Anteil von BOTA an importiertem Gas von derzeit 80 % auf 50 % senken. Im September 2019 führte EMRA eine wichtige Rechtsvorschrift ein, die es Spot-Lizenzinhabern erlaubte, Pipeline-Gas durch kurzfristige Verträge (bis zu einem Jahr) zu importieren.

Diese Maßnahme soll es den Marktteilnehmern ermöglichen, von kurzfristigen Preisschwankungen (hauptsächlich nach unten) zu profitieren. Die Regulierungsbehörde reserviert bestimmte Kapazitäten in ihrem Pipelinenetz für kurzfristige Spotimporte. Lizenzinhaber können Kapazitäten reservieren, indem sie ihre monatlichen, vierteljährlichen und jährlichen Einfuhrprognosen teilen. Öl- und Gasexplorations- und -ausbeutungsaktivitäten, die vorgelagerte Tätigkeiten darstellen, sind im Allgemeinen im Erdölgesetz geregelt. Es sei immer darauf hingewiesen, dass die Türkei Vertragspartei vieler Übereinkommen und internationaler Abkommen in Bezug auf den internationalen Öl- und Gasmarkt ist. In diesem Zusammenhang sind bestimmte internationale Abkommen, denen die Türkei beigetreten ist, wie das Internationale Übereinkommen über die Bereitschaft, Reaktion und Zusammenarbeit in Bezug auf die Ölverschmutzung und ihre Anhänge vom 27. November 1992 (London) und das Internationale Übereinkommen über die Einrichtung eines internationalen Fonds über die Entschädigung der durch die Ölverschmutzung verursachten Schäden vom 27. November 1992 (London). Die Türkei importiert LNG auf der Grundlage langfristiger Verträge aus Nigeria und Algerien und vor allem aus Katar.

Das Erdgasgesetz sieht eine Verringerung des Marktanteils von BOTA auf unter 20 % des gesamten Erdgasverbrauchs vor. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt BOTA-Unternehmen von Zeit zu Zeit Ausschreibungen für die Vergabe eines Teils ihrer bestehenden Lieferverträge durch. Als Voraussetzung für die Teilnahme an solchen Angeboten sind die Antragsteller verpflichtet, eine Einfuhrlizenz zu besitzen und auch die vorläufige Zustimmung des verkaufenden Unternehmens einzuholen. Trotz des im Erdgasgesetz 2014 festgelegten Ziels ist BOTA-A zu einem großen Teil der Hauptimporteur von Erdgas (ob Pipeline-Gas oder LNG) ins Land. Parteien, die das Übertragungsnetz BOTA nutzen möchten, müssen zunächst eine Kapazitätszuweisung an einem Ein- und Ausstiegspunkt beantragen. Unternehmen, die Gas über eine Übertragungs- oder Verteilerleitung eines anderen Lizenznehmers transportieren möchten, müssen einen Standard-Transportvertrag mit dem Lizenznehmer abschließen (Transmission Network Operation Regulation, veröffentlicht im Amtsblatt Nr.